BANKWESEN, GELDPOLITIK UND FINANZIELLE STABILITÄT

Der Finanzsektor dient dazu, die in einer Volkswirtschaft vorhandenen Ersparnisse in produktive Verwendungen zu lenken. Dieser Prozess erfolgt teilweise über den Kapitalmarkt und teilweise über die verschiedenen Institutionen des Finanzsektors. Da der Kleinanleger in der Regel nicht über genügend Mittel verfügt, direkt in produktive Mittel zu investieren, und zudem zumeist nicht genügend gut über verschiedene Investitionsprojekte informiert ist, übernehmen Banken die Rolle als Kapital- und Informationssammelstelle. Als Konsequenz der Globalisierung, des Freihandels und der hohen internationalen Kapitalmobilität besteht heute eine hohe Interdependenz zwischen den Volkswirtschaften.

Die Erfahrungen mit verschiedenen Finanzkrisen zeigen, dass ein Finanzsystem nur dann effizient funktionieren kann, wenn es geeignet reguliert wird und die Marktteilnehmer Vertrauen in dessen Funktion haben. Der Kompetenzbereich Weltwirtschaft beschäftigt sich daher mit Analysen, wie die Funktionsfähigkeit des nationalen und internationalen Finanzsystems gewährleistet werden kann und wie auf zukünftige Herausforderungen reagiert werden sollte. In diese Überlegungen wird die Rolle der Zentralbanken und den von ihnen betriebenen Geldpolitiken explizit einbezogen.

Ausgewählte Publikationen zum Thema:

  • Michael Berlemann & Kai Hielscher (2009): A Time-Varying Indicator of Effective Monetary Policy Conservatism, Working Paper, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg.
  • Michael Berlemann & Andrea Schneider (2008): Monetary Policy and Central Bank Independence under Preferences, Working Paper, Helmut-Schmidt-University Hamburg.
  • Michael Berlemann & Kai Hielscher (2008): Measuring effective monetary policy conservatism, Working Paper, Helmut-Schmidt-University Hamburg.
  • Michael Berlemann & Michael Zeidler (forthcoming): The Macroeconomics of Lending of Last Resort. A Positive Perspective, erscheint in: Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften (Review of Economics).
  • Michael Berlemann (2008): Forecasting the ECB's main refinancing rate. A field experiment
    in: Economics Letters, Jg. 99, Heft 2, S. 379-383.
  • Michael Berlemann (2006): Destructive Diversity, Inflationary Convergence and the Inflation Criterion. The Way to EMU Reconsidered, in: Journal of Economic Integration, Jg. 21, Heft 4, S. 681-707.
  • Michael Berlemann (2005): Time Inconsistency of Monetary Policy. Empirical Evidence from Polls, in: Public Choice, 125. Jg., Heft 1-2, S. 1-15.
  • Michael Berlemann & Nikolay Nenovsky (2004): Lending of First versus Lending of Last Resort. Lessons from the Bulgarian Financial Crisis 19967/1997, in: Comparative Economic Studies, Jg. 46, Heft 2, S. 245-271.
  • Michael Berlemann & Nikolay Nenovsky (2004): Currency Boards as Means of Restoring Short-term and Long-term Financial Stability (mit Nikolay Nenovsky), in: Michael Frenkel, Alexander Karmann und Bert Scholtens (Hrsg.), Sovereign Risk and Financial Crises, Heidelberg, S. 237-256.
  • Michael Berlemann (2002): Volkswirtschaftliche Aspekte des Direct Banking, in: Frank Keuper (Hrsg.), Electronic Business und Mobile Business. Ansätze, Konzepte und Geschäftsmodelle, Wiesbaden, S. 337-376.
  • Michael Berlemann (1999): Inflation Targeting, in: Das Wirtschaftsstudium (WISU), Heft 6, S. 813-815.

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